Geschädigteninformation: ShareWood Switzerland AG – Betrugsverdacht – Totalverlust für Käufer von Balsabäumen

 

Zahlreiche Kunden haben vor ca. neun Jahren um mehrere Tausend Euro Balsa-, Teak- und Eukalyptusbäume von dem Unternehmen ShareWood Switzerland AG gekauft. Die Bäume stehen auf Plantagen in Brasilien. Die ShareWood Switzerland AG versprach äußerst hohe Renditen, die nach dem Verkauf der Bäume ausbezahlt werden sollten.

 

Gewinn bleibt aus

 

Im September 2019 erhielten die Käufer der Balsabäume ein Schreiben vom Geschäftsführer der ShareWood Switzerland AG, Peter Möckli, in dem diesen mitgeteilt wurde, dass die Bäume aufgrund fehlender Abnehmer nicht verkauft werden können. Die Bäume sind also wertlos. Die ShareWood Switzerland AG unterbreitete daraufhin einen „Lösungsvorschlag“, in dem den Käufern angeboten wurde, dass die ShareWood Switzerland AG die Bäume ohne weitere Kosten zerkleinert und in den Boden einarbeitet.

 

Klage in Österreich

 

Die österreichischen Gerichte haben bereits in einer Entscheidung die Zuständigkeit für Österreich bejaht. Geschädigte können durch die rechtzeitige Einbringung einer Klage ihre Ansprüche gegen den Verjährungseinwand sichern. Der ShareWood Switzerland AG wird in diesen ersten Verfahren die vorsätzliche Täuschung (Betrug) und Fehlberatung vorgeworfen. Unklar ist nach wie vor, ob die Sharewood Switzerland AG den Käufer durch Baumurkunden tatsächlich Eigentum an den gekauften Bäumen verschafft hat.

 

Auch hinsichtlich der Teak- und Eukalyptusbäume kann rechtlich gegen die ShareWood Switzerland AG vorgegangen werden. Es besteht die Möglichkeit den Rücktritt vom Kaufvertrag zu erklären und diesen rückabzuwickeln.

 

Rechtsschutzversicherung

 

Wir übernehmen für Geschädigte die Anfrage bei ihrer Rechtsschutzversicherung kostenlos. Ist der Kauf der Balsabäume während des aufrechten Versicherungsverhältnisses erfolgt, muss die Rechtschutzversicherung die gesamten Kosten für das Gerichtsverfahren gegen die ShareWood Switzerland AG zahlen. Sollte die Rechtsschutzversicherung die Deckung zu Unrecht ablehnen, kann eine Deckungsklage gegen die Rechtsschutzversicherung eingebracht werden. Wir führen bereits ein derartiges Verfahren für einer unserer Mandanten.

 

Was ist zu tun?

 

Wir empfehlen sich dringend um die Angelegenheit zu kümmern. Es ist davon auszugehen, dass mitunter neben unserer Kanzlei auch noch andere Personen gegen dieses Unternehmen vorgehen. Sobald ein positives rechtskräftiges Urteil vorliegt, kann Exekution geführt werden. Im Exekutionsverfahren geht es nach dem Prioritätsprinzip. Das bedeutet, dass derjenige zuerst sein Geld bekommt, der zuerst Exekution einbringt. Mit zuwarten verschlechtern sich sohin zunehmen die Chancen der Einbringlichmachung.

 

Wenn Sie zu den Geschädigten zählen, können uns unverbindlich unter Tel: 0043/5572/200444 kontaktieren.